Müller-Catoir

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Die älteste Urkunde seines Weinanbaus geht auf das Jahr 1744 zurück. Das über dem Rheintal gelegene stattliche Gutsanwesen wurde über Generationen als Landsitz und Kapitalanlage der traditionsreichen Hugenottenfamilie Catoir geführt, deren
Haupterwerb die aus Frankreich mitgebrachte Lederfabrikation war. Erst mit der Abwendung vom Gerberhandwerk durch die aufkommende Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der angegliederte Weinbau durch 3 ehrgeizige Frauen
aus seinem Schattendasein geführt. Ururgroßmutter, Urgroßmutter und Großmutter des jetzigen Inhabers Philipp David Catoir prägten den reizvollen Besitz als Unternehmerinnen nachhaltig. Sein Vater Jakob Heinrich Catoir und sein Kellermeister
Hans-Günther Schwarz führten den Betrieb an die Spitze und verhalfen ihm zu internationaler Anerkennung. Weinbauingenieur Martin Franzen, der als gebürtiger Moselaner unter härteren Bedingungen das "Weinmachen" gelernt hat, erwarb sich sein Ansehen als Betriebsleiter auf Schlossgut Diel an der Nahe und Gut Nägelsförst in Baden. Als junger Star in der internationalen Weinszene schließt er an die legendäre Gutsverwalterposition bei Müller-Catoir an. Lange vor der heutigen ökologischen Bewegung wurde ein naturnaher Anbau betrieben mit organischer Düngung, Dauerbegrünung und intensiver Lauberziehung. Strenger Rebschnitt im Winter ergänzt durch einen von Jahr zu Jahr radikaleren Fruchtschnitt (Ausdünnung) im Sommer sowie schließlich eine immer weitergehende Ernteselektion in Form von handverlesenen Beeren selbst für den "einfachsten" Kabinettwein erbringen naturgemäß kleine Erträge mineralischer Weine mit filigraner Säurestruktur und exotischen Fruchtaromen.

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